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Vergütung nach EEG

Hochspannungsmast auf einer grünen Wiese mit Windrädern unter blauem Himmel mit weißen Wolken

Für Ihren umweltfreundlichen Strom.

Die Vergütung der eingespeisten Energiemengen erfolgt auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Höhe der jeweiligen Vergütung ist unter anderem abhängig von:

  • der Art und Herkunft des Energieträgers
  • der Art, Aufbau und Leistung der Erzeugungsanlage
  • den Standortbedingungen und der Betriebsweise der Erzeugungsanlage
  • dem Inbetriebnahmedatum der Erzeugungsanlage

Die Vergütung erfolgt nach den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen.


    Wichtiger Hinweis!
    Für den reibungslosen Ablauf der Abrechnung benötigen wir folgende Unterlagen:

    Sofern der Wunsch besteht, den eingespeisten Strom an einen Dritten (Stromhändler) zu veräußern, so sind dafür die Festlegungen der Bundesnetzagentur zur Abwicklung der "Marktprozesse für erzeugende Marktlokationen (Strom)" (Beschluss BK 6-16-200) einzuhalten. Im Fall der sonstigen Direktvermarktung findet die Preisregelung für Einspeisungen nach EEG Anwendung.

     

    Auslaufende EEG-Förderung 

    Ab dem Jahr 2021 läuft für die ersten Erzeugungsanlagen die EEG-Förderung aus, soweit es sich nicht um Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Wasserkraft handelt. In den Folgejahren wird dies immer mehr EEG-Anlagenbetreiber betreffen.

    Aktuell sieht der Gesetzgeber nach Ablauf der Förderdauer keine weitere Abnahme- und Vergütungspflicht des eingespeisten Stroms durch den Netzbetreiber vor. 

    Im Folgenden haben wir nach derzeitiger Gesetzeslage die momentan möglichen Optionen zur weiteren Einspeisung aufgeführt:

    Option 1:   Umbau der Anlage auf vollständigen Eigenverbrauch (ausschließlich eigene Nutzung der erzeugten Energie)

    • Die erzeugte Energie wird nicht mehr ins öffentliche Versorgungsnetz eingespeist, sondern ausschließlich durch den Erzeuger und/oder durch Dritte zu 100 % vor Ort verbraucht.
    • Hierbei kann eine Optimierung durch Speicher, Wärmepumpen und/ oder Elektromobilität bzw. andere geeignete Lasten erfolgen.
    • Technisch lässt sich eine Nichteinspeisung auch durch den Einbau von Energieflussrichtungssensoren unter Berücksichtigung der für die Anlage gültigen technischen Richtlinien realisieren.
    • Die Umstellung der Anlage muss ebenfalls im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldet werden.

    Erster Schritt dazu ist die Kontaktaufnahme zu einem Elektroinstallateur, um den technischen Umbau abzuklären.

    Option 2:   Direktvermarktung der erzeugten Energie

    • Die erzeugte Energie wird vollständig in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist.
    • Der Vertrieb erfolgt über einen Stromhändler (Direktvermarkter) an der Strombörse (max. zum Börsenpreis), hierzu ist eine Anmeldung des Direktvermarkters beim Netzbetreiber erforderlich.
    • Für die Vermarktung ist eine registrierende Leistungsmessung erforderlich und somit ein Austausch einer ggf. vorhandenen Arbeitsmessung (Arbeitszähler).

    Erster Schritt dazu ist die Kontaktaufnahme zu einem Direktvermarkter, der den Strom abkaufen möchte.

     Option 3:   Überschusseinspeisung

    • Die erzeugte Energie wird nur teilweise durch den Erzeuger und/oder einen Dritten vor Ort verbraucht; Erster Schritt dazu siehe Option 1
    • Die überschüssige Energie wird in das öffentliche Netz unter den Bedingungen von Option 2 eingespeist.
    • Die Umstellung der Anlage auf Teileinspeisung muss ebenfalls im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldet werden.

    Option 4 (bei Windenergieanlagen):   Repowering

    • Für Windenergieanlagen besteht die Option des Repowerings.
    • Hierbei ist allerdings immer eine Einzelfallbetrachtung notwendig, da die Vorschriften und Bedingungen für das Repowering verschärft wurden, z.B. die Abstandsregelungen.

    Option 5:   Rückbau der Anlage 

    • Je nach Zustand der Anlage und ihrer Komponenten ist eine Abwägung empfehlenswert, inwiefern ein Weiterbetrieb nach den vorgenannten Optionen noch eine Alternative darstellen. 
    • Die Abmeldung der Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur und beim Netzbetreiber ist ebenfalls erforderlich.

    Hinweis: Sofern Strom in Form der Direktvermarktung eingespeist wird, ist für die Abgrenzung der nicht mehr geförderten Energiemengen eine zusätzliche Messung erforderlich.

    Bei Änderungen der Rechtslage wird dieser Internetauftritt angepasst.

    Fragen und Antworten zur auslaufenden EEG-Förderung finden Sie hier.

    Stand: 06. Juli 2020